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from Gutenberg to Google

Deutschland ist in der Welt als Hersteller präziser mechanischer Komponenten bekannt. Während die angelsächsischen Länder vor allem durch Informations- und Kommunikationsmärkte glänzen, neigt die deutsche Mentalität eher zu “Vorsprung durch Technik”.

Vor diesem Hintergrund fanden wir ein Motto für unsere Konferenz, welches Kommunikation und Ingenieurwesen vereint, in der Person von Johannes Gutenberg: dem Erfinder einer Kommunikationsmaschine [Druckmaschine].

Gutenberg war der Mann seines Jahrhunderts. Die Druckmaschine leitete eine Informationsrevolution ein und ermöglichte das Zeitalter der Renaissance.

In der Nachfolge von Johannes Gutenberg entwickelte sich Deutschlands Industrie aus dem Druckmaschinengeschäft. Druckmaschinen setzten Werkzeugmaschinenbau voraus, Druckfarben benötigten eine fortgeschrittene chemische Produktion. Deutschlands Industrie enstand somit aus einer Nachfrage um Information.

Die Media in Transition entstand aus dem Gedanken heraus, dass Medien in den nächsten Jahren einem strukturellen Wandel unterliegen werden. Das Internet leitet eine neue Informationsrevolution ein. Wir wollen mit der Konferenz Medienprofis in allen Branchen ansprechen, die sich Gedanken über die weitreichenden Konsequenzen beim Clash zwischen Neu und Alt machen.

Der Wandel basiert auf der Verfügbarkeit von Netzwerken, wie dem Internet, als auch Eingabe- und Ausgabegeräten, mit denen wir Medien kreieren, abändern und empfangen. Damit wird Informations- und Kommunikationstechnologie selbst zum Gegenstand der Medienwelt. Der Wandel in der Medienwelt beinhaltet auch eine soziale Komponente, die Netzwerke wie Flickr, MySpace und Last.fm ansprechen. Das Web 2.0 ist nicht nur die technisch erzielte Interaktivät von Webseiten, sondern eben auch das sogenannte “Live Web” oder “Social Web”. Menschen finden zueinander, tauschen sich aus und produzieren Information: Video, Audio, Photos, Blogs, Chats, Kommentare, Geographische Information.

Schliesslich kommt die Struktur von Information selbst ins Spiel. Suchmaschinen, OO und XML Datenbanken, Syndikationsformate, neue Programmiersprachen und Applikationsphilosophien, wie Ruby on Rails und Django, das kommende Web 3.0/ Semantic Web sind alles Themen die zunehmend wichtiger werden. Sir Tim Berners-Lees (Erfinder des World Wide Web) Vision des Web 3.0 oder Semantic Web ist, das Web als eine verteilte Datenbank zu verstehen. Information soll maschinenlesbar und selbstbeschreibend sein, damit Applikationen ohne vorheriges Wissen aufeinander zugreifen können. Europäischen Firmen ist es in den letzten zehn Jahren mit intensiver staatlicher Förderung gelungen hier eine Vorreiterstellung einzunehmen.

Googles Mission – “to organize the world’s information and make it universally accessible” zeigt sich zukunftsfähig. Wir heissen die kommende digitale Medienrevolution willkommen.